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Tagesüberblick im DAX

Nach dem gestrigen starken Anstieg startete der DAX deutlich vorsichtiger in den Tag. Mit der Euphorie war es spätestens vorbei, als der überraschende Quartalsverlust der Deutschen Bank bekannt wurde. Diese negative Überraschung übte einen hemmenden Einfluss auf die Stimmung und die Kurse aus und hat die Anleger nach dem sehr starken Vortag, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gleichzeitig warnen einige Experten schon wieder vor einem größeren Problem, nämlich einem möglichen Schuldenschnitt für Portugal und das bevor das Problem Griechenland überhaupt bereinigt ist.

Andererseits wird darauf spekuliert und gehofft, dass demnächst in Athen eine Einigung für einen Schuldenschnitt erreicht wird. Dieser Umstand kompensierte die Enttäuschung über die Deutsche Bank und die Sorge um Portugal , so dass sich der DAX , nachdem er sich am Vormittag  abwartend und unentschlossen verhielt, am Nachmittag auf zu neuen Höhen machte und sogar die 6660 überschritt.

Im Chart ist jetzt der aktuelle Trendkanal (blau hinterlegt) eingezeichnet, in dem sich eine weitere, gestrichelte Trendlinie befindet, die sich zu einem eigenen Trendkanal ausbilden könnte. Nach oben ist Platz bis zum Widerstand bei 7000, so dass man, solange der Trendkanal nicht nach unten verlassen wird, von einem relativ guten Chartbild ausgehen kann. Leider sind die beiden Indikatoren nicht ganz so positiv zu deuten.

 

Eckwerte im DAX

Tiefstwert: 6.606,37 Höchstwert: 6.667,98 Endstand: 6.655,63

Der RSI liegt mit 72,72 im überkauften Bereich und erwartet eine Konsolidierung, die ihn in den Bereich von 65-70 Punkten bringen sollte. Der MACD liegt mit 154,24 weiterhin sehr knapp über seiner Signallinie und könnte bei einem Rückgang schnell ein Verkaufsignal auslösen.

Gewinner und Verlierer des Tages

Auf der Siegerstraße befanden sich heute die Dt.Börse (4,02%), vor K+S (3,17%) und der Münchner Rückversicherung (2,02%). Die Dt.Börse profitierte vom Nein Brüssels zur Fusion mit einer US-Börse.

Verlierer waren die Deutsche Bank (-0,43%) nachdem sie einen Verlust melden musste, dahinter Fresenius SE (-0,55%) und Henkel (-0,63%)

Zusammenfassung und Ausblick

Es ist alles andere als einfach, in solchen Zeiten eine sichere Einschätzung der Börse zu tätigen. Die Psychologie der Anleger spielt eine sehr große Rolle und aktuell scheint es so zu sein, dass viele Anleger, die bisher auf erneut fallende Kurse gehofft hatten, nun nervös werden und auf den anfahrenden Zug aufspringen. Hierdurch wird der DAX natürlich nach oben gezogen, obwohl dringend eine Konsolidierung nötig ist. Aber solange immer mehr Anleger bereit sind zu „teuren“ Kursen einzusteigen, wird das so bleiben. Dabei überhitzen sich die Indikatoren RSI und MACD möglicherweise so sehr, dass die Konsolidierung im schlimmsten Fall richtig heftig ausfallen könnte, sollte sie zu spät beginnen. Denn dann steigen in der Regel diejenigen aus, die zuerst gekauft hatten, da sie ja ihre Gewinne sichern wollen. Die zu spät gekommenen haben dann bereits Stopp-Marken in der Regel 10%-15% unterhalb des Kaufkurses gesetzt, die dann durch die Gewinnmitnahmen ausgelöst werden und weitere Verkäufe auslösen. Sind dann nicht genug liquide Anleger vorhanden, die diese Verkäufe aufnehmen, droht dann der größere Rückgang, der hoffentlich innerhalb des Trendkanals endet. Wie gesagt, noch ist es nicht so weit, aber man muss als sicherheitsbewusster Anleger, mit einem solchen Szenario rechnen. Darüber nachzudenken und eine persönliche Strategie zu entwickeln, schadet also keinesfalls!

Einen erfolgreichen Freitag – aktien.net Team

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