Seite wählen

Tagesüberblick im DAX

Wie meist zum Wochenbeginn, gab es auch heute nur wenige nennenswerte Meldungen. Die Erzeugerpreise aus Europa entsprachen mit +2,1% exakt den Prognosen, während die Auftragseingänge der US-Industrie für Dezember, mit +1,8% 0,2% unter den Prognosen lagen.

Die Skandale in Madrid und Rom, sorgten an den Devisen- und Anleihemärkten, für erhebliche Unsicherheiten, die sich auf fast alle anderen Märkte ebenfalls negativ auswirkten. Nur der Goldpreis konnte, wie immer in Zeiten der Unsicherheit, leicht zulegen. Sorgen bereiteten aber auch sehr schlechte Zahlen der Commerzbank, die deutlich negativer ausgefallen waren, als erwartet.

 Chart- Betrachtung

Der DAX eröffnete die Woche ganz leicht im Minus mit 7.822,54  Punkten und steuerte am Vormittag leicht ins Plus mit 7.837,64 Punkten als Tageshoch. Ab etwa 11 Uhr ging es dann kontinuierlich bergab und um ca. 14 Uhr stürzte der DAX innerhalb weniger Minuten von 7780 auf unter 7700 Punkte ab. Zwar sagen die Märkte anschließend eine kurzfristige Rückeroberung der 7700, doch anschließend rutschten die Kurse erneut deutlich durch und markierten bei 7.637,68 Punkten das Tagestief. Nur knapp darüber, bei 7638 Punkten, beendete der DAX diesen durchaus schwachen Wochenstart.

Die Verunsicherung ist zurück und die leichte Erholung vor dem Wochenende scheint ein Fehlsignal gewesen zu sein. Heute sackte der DAX deutlich nach unten, wie im Chart unschwer zu erkennen ist. Unterstützung sollte bei 7550 Punkten oder an der steigenden Trendlinie der unteren Trendanalgrenze zu finden sein. Sollte es nun aber zu Panikverkäufen kommen, könnte es auch durchaus deutlich weiter abwärts gehen. Wer hier schön länger mitliest wird sich vielleicht erinnern, dass wir vor einem Absacker bis 6850 Punkten immer wieder gewarnt hatten.

Chart040213

Eckwerte im DAX

Tiefstwert : 7.637,68 (7.784,97) Höchstwert: 7.837,64 (7.853,37)

Endstand: :  7.638,23  -2,49%   (7.833,39)

Der RSI kannte heute kein Halten und stürzte um -27,97% in die Tiefe. Dabei durchbrach er sowohl die 60er Linie, als auch die neutrale Linie, ohne dass es einen Widerstand dagegen gab. Dadurch wurde ein starkes Verkaufssignal generiert, welches im Chart deutliche Auswirkungen zeigte.  Der RSI beendete den ersten Handelstag der Woche mit einem Endstand von +44,24 Punkten (VT+61,42) und scheint sich auf den Weg zur überverkauften Zone zu machen.

Der MACD  rutschte ebenfalls nach unten und sank um -26,81% auf  43,39 zu 57,42  Punkte  (59,28 zu 60,93). Der  negative Abstand zur Signallinie stieg auf -14,03 (-1,65) Punkte und lässt den Traum von einem Kaufsignal platzen.

Gewinner und Verlierer des Tages

Zum Wochenstart erreichte nur die Aktie von Fresenius SE mit +0,55% die Pluszone und den Top 1 Platz. Die dahinter liegende Deutsche Börse mit -0,12% und die Aktie von FMC mit -0,23%, lagen dann schon im Minus.

Flop waren heute VW mit -3,62%, vor ThyssenKrupp mit -3,74% und dem Schlusslicht Commerzbank, die um -5,90% abgeben musste

Heute lag  1 der 30 DAX-Werte im Plus.

 Zusammenfassung und Ausblick.

Offensichtlich tobt wirklich der Währungskrieg und erhöht die Volatilität des Euro. Dazu die Skandale der Politik in Italien und Spanien, und schon beherrscht eine große Unsicherheit den Markt und das ist Gift für die Kurse. Noch ist allerdings nichts Schlimmeres passiert, als eine Ausweitung der Konsolidierung, die einfach zu lange aufgeschoben worden war, was sich nun rächt. Trotzdem, solange die Kurse nicht unter 7550 fallen, ist das Ganze noch im Rahmen.

Einen erfolgreichen Börsentag  wünscht Ihr  – aktie.net Team

Verlinkungen dieser Seiten sind nur mit Zustimmung des Seiteninhabers erlaubt, bitte Urheberrechte beachten! Alle diese Angaben sind keine Aufforderung zum Kauf der Aktien oder eine andere Kaufaufforderung/-empfehlung, sondern spiegeln nur die persönliche Meinung des Autors wider. Es wird deshalb jegliche Haftung, gleich welcher Art ausgeschlossen!
„tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten