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Tagesüberblick im DAX

Der Montag und der Börsenstart in die neue Woche, waren ein einziges Desaster. Durchweg schlechte Nachrichten erreichten die Märkte und peitschten die Kurse nach unten. Die Meldungen kamen aus Frankreich, Spanien, Holland, den USA und entscheidend auch aus China. Das war einfach zu viel für die Anleger, die im Kollektiv die Reißleinen zogen und das Weite suchten.

DAX-Chart

Der DAX eröffnete mit  6.666,79 deutlich im Minus, aber immerhin über der vermeintlich starken Unterstützung von 6650. Leider wurde diese bereits nach wenigen Minuten nach unten durchbrochen und die Kurse kannten nur eine Richtung und die zeigte nach unten. Keinerlei Gegenwehr war erkennbar, denn die gebündelte Ladung negativer Meldungen, hatte viele Anleger mitten in einer Phase mit aufkeimenden Optimismus, tief getroffen. Und so lautete das Motto des Tages: „Rette sich wer kann“.

Die erwähnte “W”-Formation konnte nicht ausgebildet werden und der erhoffte Ausbruch nach oben, kam als Ausbruch nach unten. Hierdurch wurde aus der „W“-Formation, eine „M“-Formation und diese ist eindeutig bearish zu bewerten und löst als Verkaufssignal entsprechende Reaktionen der Computerprogramme aus. Das war heute deutlich zu erkennen und ist im Chart per Kreis gekennzeichnet. Noch ist die steigende Trendlinie (grün) nicht gefährdet und es scheint, dass die 6500 ein Bereich ist, der verteidigt werden soll.

Eckwerte im DAX

Tiefstwert: 6.499,07 (6.651,80) Höchstwert: 6.668,12 (6.760,26)

Endstand: :  6523,00  -3,36%   (6.750,12)

Dass sich ein so katastrophaler Einbruch auch auf den RSI auswirkt ist logisch und so stürzte dieser um -17,38% nach unten auf 39,00 (VT 47,20) Punkte und liegt nun wieder tief in der Verkaufszone. Wie am Freitag hier geschrieben, sollten die Nachrichten des Wochenendes wohl die Entscheidung bringen. Wir hatten allerdings , wie viele andere auch auf positive Nachrichten und steigende Kurse gehofft.

Den MACD erwischte es noch stärker, denn er ging um -25,28%  zurück und liegt am Ende bei -70,41 zu – 45,92(VT -56,20 zu – 39,80). So erhöhte sich der Abstand auf die Signallinie wieder auf 24,49 nach 16,40.  Das war natürlich ein Dämpfer für alle Optimisten.

 Gewinner und Verlierer des Tages

Echte Gewinner gab es an diesem „schwarzen Montag“ keine und so lag der Spitzenreiter Fresenius SE mit -0,48% im roten Bereich, gefolgt von der Telekom -1,47% und Beiersdorf -1,74%.

Die Verlierer zum Wochenbeginn waren Commerzbank -5,62%, vor Infineon -6,65% und MAN -6,83%. Das war eine bittere Pille für alle, die zu früh eingestiegen waren.

Zusammenfassung und Ausblick

Zum Wochenbeginn zeigte die Börse ihre aktuelle Unberechenbarkeit. Die Gründe dafür liegen in der Nachrichtenabhängigkeit der Anleger, die inzwischen in der Mehrzahl so nervös sind, dass sich eine Art „REIN-RAUS“-Mentalität gebildet hat. Werte die ein wenig im Plus sind, werden bei der geringsten negativen Nachricht sofort wieder abgestoßen, so dass die Lage immer stressiger für den einzelnen Anleger wird.  Aber nicht alles ist so schlecht, wie es oberflächlich betrachtet erscheint, denn solche Zeiten sind die Grundlage für Langfristanleger, um reich zu werden. Man vergisst nur einfach zu schnell, wo die Kurse z.B. 2003 waren, nämlich bei 2500. Die Anleger dachten die Welt stünde still, doch Langfristanleger und Schnäppchenjäger griffen damals mutig zu und konnten 1 Jahr später bei 4000 jubeln. 2006 wurde die 6000 geknackt ein Jahr später die 8000!!! In 4 Jahren von 2500 auf 8000 Punkte!! Daran sollte man sich immer wieder einmal erinnern und eine entsprechende Taktik aufbauen.

Einen erfolgreichen Börsentag wünscht Ihr  – aktien.net Team

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