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Tagesüberblick im DAX

Die Woche begann mit deutlich schlechteren Nachrichten als zuletzt, denn allerorten hört man, dass Griechenland wohl im September pleite sein wird, falls keine weiteren 50 Milliarden € dorthin fließen. Wer hätte das gedacht? Die Politiker geben sich überrascht, aber plötzlich konsequent, was wohl andeutet, dass nur ein Zeitaufschub benötigt worden war, um sich für einen Austritt aufzustellen. Banken und Versicherer werden dabei wohl letztendlich Verluste erfahren, die ihnen aber wohl mit hoher sicherheit wieder günstig ersetzt werden.

 DAX-Chart

Der DAX eröffnete die Woche mit 6.561,87  Punkten und damit deutlich unterhalb dem Schlussstand vom Freitag. Dann gab es einen winzigen Anstieg auf das Tageshoch, bevor es anschließend ohne Unterbrechung abwärts ging. Der DAX durchbrach alle wichtigen Marken und fiel  sogar unter die 6400. Hier setzen allerdings Stützungskäufe ein, da eine charttechnisch wichtige Marke erreicht war, wie wir weiter unten im Chart noch sehen werden.

Mit unserer Prognose vom Freitag, dass es ohne weiteres auch unter die 6600 und bis an die untere Trendbegrenzung gehen könnte, lagen wir wieder richtig. Allerdings wurde der blaue Trendkanal sogar nach unten verlassen, um die alte Trendlinie zu testen, wie wir im Chart sehen. Dort setzten dann punktgenau die oben erwähnten Stützungskäufe ein, die den DAX wieder über die 6400 brachten. Die Gesamtlage hat sich allerdings aufgrund der negativen Nachrichten deutlich verschlechtert, so dass es morgen bereits zur Entscheidung kommen könnte, ob die Trendkanäle halten, oder ob es weiter abwärts geht.

 

 

Eckwerte im DAX

Tiefstwert : 6.371,15 (6.698,87) Höchstwert: 6.572,11 (6.773,50)

Endstand: :  6.419,33-3,18%   (6.630,02)

Der RSI verlor mit -19,05% alles bisher erarbeitet und stürzte sogar in den überverkauften Bereich unterhalb der 50er Linie. Das war heute einfach zu viel an negativer Stimmung am Markt. Erster Tagesendstand der neuen Woche  48,10 Punkten (VT+59,42) und damit eindeutig in der negativen Zone

Der  MACD sackte ähnlich stark, um 19,32%  und ging mit 74,39 zu 68,38 Punkten (VT +92,21 zu 66,88) nicht nur deutlich nach unten, sonder verringerte gleichzeitig auch den Abstand zwischen Signallinie und MACD auf nur noch  +6,01 Punkte (VT +25,33). Wir hatten es letzten Freitag erwähnt, dass der Abstand allerdings nicht auf weniger als 15 Punkte schmelzen sollte, weil sonst Ungemach droht. Dieses Ungemach haben wir nun!

 Gewinner und Verlierer des Tages

Alles ROT könnte man den Tag überschreiben, denn alle werte lagen im Minus. Amwenigsten erwischte es K+S mit -1,94%, vor der  Dt.Telekom -1,99% und der Lufthansa -2,18%.

Entsprechend „grausamer“ erwischte es die Flops des Tages. Hier lag die Allianz -4,96% auf Flop 3, dahinter HeidelbergCement -6,01% und wieder einmal als Schlusslicht die Commerzbank -6,13%, bei der sich wieder einmal einige die Finger verbrannt haben.

 Zusammenfassung und Ausblick

Der „Angsttag“ Freitag war wohl dieses Mal für einige Anleger ein Segen, die rechtzeitig ausgestiegen waren. Das Griechenlanddebakel schüttelte die Märke heute nochmals heftig durch.. Charttechnisch erfolgte heute der erwartete Test nach unten, mit anschließendem Rückzieher nach oben, so dass der Ablauf von dieser Seite her noch als relativ im Rahmen liegend beurteilt werden kann. Ob das so bleibt, muss sich in den nächsten Tagen zeigen, an denen der Abwärtsdruck gestoppt werden muss, es sein denn die Märkte trauen dem Braten nicht und gehen weiter zurück, was unter Umständen deutlich stärkere Einbrüche hervorrufen könnte.

Einen erfolgreichen Börsentag  wünscht Ihr  – aktien.net Team

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