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Tagesüberblick im DAX

Nach einem ruhigen Beginn und einer anfangs stabilen Seitwärtsbewegung und einem Test der 6900, ging der DAX gegen 14:30 Uhr plötzlich massiv nach unten. Hintergrund war wohl die Äußerung unseres Finanzministers Schäuble, dass man einen eventuellen Austritt eines Landes aus der Europäischen Union zwar bedauern, aber akzeptieren würde. Diese Äußerung zeigte so manchem Anleger, dass das Problem Griechenland noch längst nicht beseitigt ist. Als dann auch noch die USA den niedrigsten Stand seit 3 Jahren, beim Kauf langlebiger Güter meldeten, wurde der DAX weiter nach unten gedrückt. Trotzdem schaffte er am Ende doch noch die Wende.

DAX-Chart

Wie gesagt, der Tag begann gut, doch wurde der DAX durch Tagesmeldungen negativ beeindruckt. Nach 2 Tests der 6800er Linie (14:30 Schäuble / 15 Uhr USA) erholte sich der hat zum Handelsende zunehmend und erreichte ungefähr den Stand, den er während des Vormittags inne hatte.

Heute hat es  der DAX sogar geschafft die gepunkteten Linie aus dem langfristigen Trend zu überschreiten, leider aber nur wenig. Aktuerll befindet sich der Kurs an der oberen Seite eines Dreiecks, das sich aus der 7000er Linie und der unteren Trendkanalbegrenzung bildet. Mit jedem Tag wandert er weiter in Richtung Spitze des Dreiecks und die wird dazu führen, dass eine der Parteien, also Bulle oder Bär, einen Ausbruch wagen werden, was aber noch bis Mitte März dauern könnte.

Eckwerte im DAX

Tiefstwert: 6.809,22 Höchstwert: 6.900,51 Endstand: 6.887,63 +0,56% 

Der RSI stieg heute um über 3% auf 66,12 und marschiert so schon wieder auf den überkauften Bereich zu. Der MACD fiel weiter zurück und steht mit  127,85 zu 142,96 deutlich tiefer wie gestern und das trotz Schlußkurserholung. Hier ist eine gewisse Sorge weiter angebracht.

 Gewinner und Verlierer des Tages

Nach der Insolvenz eines großen Halbleiterproduzenten, freuen sich Aktien wie Infineon, auf ein zusätzliches Kontingent an Aufträgen, was dafür sorgte, dass die Aktie mit +2,16% den 1.Platz belegte. Dahinter landeten HeidelbergCement +2,02% und VW +1,77%.

Die hinteren 3 Plätze belegten heute FMC -0,39%, vor der Telekom -0,61% und der Commerzbank -1,48% als Schlusslicht. Hier erwarten viele noch weiteres Rückgangspotential.

 

Zusammenfassung und Ausblick

Die Lage ist noch immer unübersehbar. S&P stuft Griechenland ab, Schäuble spricht über die Möglichkeit eines Austritts aus der Eurogemeinschaft für „irgendein“ Land und die USA melden schlechte Zahlen für langlebige Güter. Am Ende glaubt der Anleger aber dann doch lieber an das Gute an der Börse und vor allem daran, dass sich die Banken morgen so viel Geld wie sie wollen, von der EZB günstig leihen dürfen. Zwar wurde Griechenland da teilweise davon ausgeschlossen, doch die Hoffnung liegt an der Geldflut, die es morgen geben soll. Viele Anleger erhoffen danach einen Anstieg an den Börsen, doch das könnte trügen. Börsen bewerten die Zukunft und wenn die Geldflut durch die EZB inzwischen schon in den Kursen enthalten ist, könnte es morgen nach anfänglicher Euphorie, auch ganz schnell mal nach unten gehen.

Einen starken Mittwoch wünscht Ihr  – aktien.net Team

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