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Tagesüberblick im DAX

Der heutige Tag setzte den Trend des Vortages fort. Zu Beginn ein Test, der kurzfristig auch erfolgreich war, doch dann setzten Gewinnmitnahmen und Angstverkäufe ein, die den Kurs deutlich in den Keller schickten. Die Ursachen lagen breit gestreut, von schlechten Zahlen aus den USA, wo das Verbrauchervertrauen wieder stark gefallen sein soll. In Deutschland werden wieder Probleme bei der HRE , deren Bad Bank ein Milliardenloch ohne Boden darstellt, diskutiert und die Meldung, dass die Commerzbank die Tochter Eurohypo abwickeln wird, trübte die Laune weiter ein

DAX-Chart

Nur ganz zu Anfang des Handels flammte so etwas wie Hoffnung auf, als der Kurs die  überschritt, doch danach war das Feuerwerk auch schon wieder verbrannt und die Verkäufe dominierten. Aktuell ist der Kurs an einer Linien-Kreuzung (siehe Kreis im Chart) angekommen, die wohl entscheiden wird, in welche Richtung es kurzfristig gehen wird. Optimal wäre ein Abprallen von dieser Position nach oben, hinein in den Trendkanal und natürlich auch deutlich über die 7000-7150 hinaus.

Sehr negativ wäre ein Durchbruch aus dem blau hinterlegten Trendkanal nach unten, was mit hoher Sicherheit starke Verkäufe auslösen würde, welche den Kurs ohne Problem bis zur 6800 bringen könnte. Gleichzeitig bestünde dann auch die gefahr eines Erdrutschartigen Rückgangs, da möglicherweise Panik auftreten könnte.

 

Eckwerte im DAX

Tiefstwert: 6.998,80 (7.075,16) Höchstwert: 7.110,54 (7.153,68)

Endstand: 6998,80 -1,13%  (7078,90 0,00% )

Der RSI rasselte um über 10% nach unten und befindet sich mit 54,33 Punkten sehr nahe an der Mittellinie, unterhalb davon ist das Gebiet der Verkaufssignale. So schnell wendet sich also das Blatt, wenn die Psychologie den Markt beherrscht..

Der MACD ging stark um 9,92% nach unten und hat den Abstand zur Signallinie jetzt schon um 14 Punkte ausgedehnt. Der MACD liegt nun bei  80,85 zu 94,13  und bräuchte dringend gute Nachrichten um gegensteuern zu können.

 Gewinner und Verlierer des Tages

Die Tops am Mittwoch waren Infineon +1,83%, vor den gestrigen Schlusslichtern vor FMC -1,48%  und Fresenius SE +0,45%. Alles was nach diesen drei Werten kam, lag im roten Bereich und damit in der Verlustzone.

Verlierer waren Daimler und K+S mit jeweils -2,15%. Dahinter kam die Commerzbank -2,50% und ThyssenKrupp -2,99%. Gestern waren wir noch darüber erstaunt, dass FMC trotz eines gemeldeten Director´s Dealings in Höhe von über 195000 € so weit hinten lag. Heute wissen wir, dass dies nur eine kurze Verzögerung darstellte.

Zusammenfassung und Ausblick

Auch heute wurde das Anlegerverhalten durch Unsicherheit und Angst geprägt, die die Märkte fest im Griff hatten. Alles was in einer gewissen Abhängigkeit zur Konjunktur steht, wurde verkauft und entweder Liquidität aufgebaut oder eben in Defensivwerte wie Fresenius investiert. Zum Tagesabschluss gab es noch eine böse Überraschung, als die 7000 nicht gehalten werden konnte und der DAX mit seinem Tagestief aus dem Markt ging. Solche Schlussstände sorgen oftmals dafür, dass auch der Folgetag noch einige Zeit damit zu tun hat, die gesetzten Stoppmarken abzuarbeiten, wodurch die Kurse noch weiter nach unten gehen. Für morgen ist also Vorsicht geboten.

Einen erfolgreichen Börsentag wünscht Ihr  – aktien.net Team

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